Stefan’s Kurzbericht über Südtirols Weinjahr 2008
Südtirol zeichnet sich durch die Vielfalt der Böden, der Lagen und natürlich der Weine aus. Die tiefsten Weinberge liegen auf 200 Meter ü. d. M., die höchsten erreichen die 1.000-Meter-Marke. Im Norden bilden die Alpen einen schützenden Wall vor kalten Winden, von Süden her macht sich der milde mediterrane Einfluss bemerkbar. Die
Zusammensetzung der Böden reicht von Dolomitgestein und fluvialen Ablagerungen im Etschtal, Überetsch und Unterland, Moränengeschiebe im St.-Magdalena-Gebiet über Vulkanablagerungen im Bozner Talkessel bis zum Urgestein im Eisacktal und Vinschgau.
Auf rund 5.000 ha Kulturland gewinnen die Südtiroler Weinbauern Vernatsch, Lagrein oder Gewürztraminer. Aber auch edle Rebsorten aus anderen berühmten Anbaugebieten wurden in Südtirol heimisch gemacht. Seit über 100 Jahren keltern unsere Winzer edle Weine und Cuvées aus Cabernet, Merlot und Blauburgunder.
In zwei Wochen ist es wieder soweit, die Weinlese in Südtirol beginnt.
Aufgrund von Hagel, Regen und Mehltaupilze, die das Reifen der Trauben einschränkte, beginnt die Weinlese erst zwei Wochen später als üblich. Auch die heurige Erntemenge werde möglicherweise die Menge im Vorjahr nicht übertreffen, so wie auch die Marktpreise für Flaschen- und den Traubenpreisen. In einigen Orten wird die Ernte sogar geringer ausfallen, so z.B. beim Lagrein im Bozner Talkessel rechnet man sogar mit einem Minus von 80 Prozent.
Der Jahrgang wird also vermutlich kein Spitzenwein, aber wenn das Wetter schön bleibt kann es eine gute Ernte werden.